Die ISO

Zuerst einmal zur Erklärung: ISO bezeichnet die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmematerials: Früher dem Film, heute dem Sensor.

Es handelt sich hierbei um den Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Dieser Standard hat sich heute durchgesetzt und findet nur noch Verwendung.

Früher gab es noch die ASA (American Standards Association) und in Deutschland die DIN (Deutschen Institut für Normung e. V.). Bei ISO wurden die Werte der ASA übernommen, was auch gegenüber der deutschen DIN-Norm einfacher in der Anwendung ist.

Zu Analogzeiten konnte man die Lichtempfindlichkeit nur über die Wahl des Filmmaterials beeinflussen. Die häufigsten Filme besaßen eine Empfindlichkeit von 50 ASA/18 DIN, 100 ASA/21 DIN und 400 ASA/27 DIN. Wenn man also bei schwachem Licht fotografieren wollte, dann griff man auf den 400 ASA Film zurück. Allerdings erkaufte man sich damit auch eine schlechtere Bildqualität durch ein gröberes Filmkorn, welches eine gewisse Unschärfe (das heutige Rauschen) mit sich brachte. Hatte man einen Film in der Kamera, dann mußte man alle Aufnahmen mit der gleichen Empfindlichkeit machen, ein wechseln war zwischendurch nicht möglich.

Bei den heutigen Digitalkameras haben wir es da einfacher. Die verbauten Sensoren lassen sich über die Elektronik auf verschiedene Empfindlichkeiten einstellen. Womit wir in der Lage sind jedes Bild mit einer anderen Empfindlichkeit aufzunehmen. Die Kameraelektronik simuliert (vereinfacht ausgedrückt) durch veränderbare Spannung die am Sensor anliegt unterschiedliche Empfindlichkeiten. Je höher die Spannung, um so empfindlicher reagiert der Sensor auf Licht.

Eine höhere Spannung bewirkt aber auch eine höhere Temperatur am Sensor. Dies wiederum bringt die Pixel auf dem Sensor so ins „schwitzen“, dass dadurch das berüchtigte Bildrauschen hervor gerufen wird. Je höher die ISO-Zahl, um so grösser wird das Bildrauschen.

Die Standardwerte lauten:

50 – 100 – 200  400 – 800 – 1600 – 3200 – 6400 – 12800

Auch hier liegt wieder, wie bei der Blende und der Verschlusszeit, eine Verdopplung bzw. Halbierung der Lichtwerte von Stufe zu Stufe vor. Ebenfalls sind bei den Digitalkameras zusätzlich noch 1/2 und 1/3 Stufen einstellbar.

Aktuelle Kameras bieten sogar ISO-Werte über 100.000 an und bewerben damit bei minimalem Restlicht noch Aufnahmen machen zu können. Nun ja – Papier ist geduldig!

Hohe ISO-Werte sind besonders bei Sportaufnahmen in Hallen, bei der Konzertfotografie usw. nützlich. Durch erhöhen der ISO Werte können die Verschlusszeiten verkürzt werden. Was aber auch bei Verwacklungen oder Bewegungsunschärfen hilfreich sein kann. Doch sollte man immer auch die Qualitätseinbuße im Hinterkopf behalten.

Gruss Jürgen

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