PhotoShop: Weiches Licht – aufhellen oder abdunkeln

Referenz: PhotoShop CS2
Um Bereiche in einem Bild aufhellen oder abdunkeln zu können gibt es verschiedene Methoden. Hier möchte ich einmal aufzeigen, wie man dies über den Ebenenstil „Weiches Licht“ erreichen kann.

Das zu bearbeitende Bild wird in PhotoShop geöffnet und erscheint auf der Arbeitsfläche als Hintergrund-Ebene. Darüber erzeugt man nun eine neue leere Ebene. Dieser Ebene wird der Ebenenstil „Weiches Licht“ zugeordnet. Nun kann man aufzuhellende Bereiche mit dem Pinsel weiss übermalen, oder man markiert die aufzuhellenden Bereiche per Zauberstab, oder Lassofunktion und füllt dies so erzeugten Bereiche mit weisser Farbe. Man kann auch die gesamte Ebene weiss füllen und mit Ebenenmasken arbeiten.

Durch den Ebenenstil „Weiches Licht“ werden die weiss überlagerten Bereiche aufgehellt. Nimmt man an Stelle von weiss die Farbe schwarz, dann werden die überlagerten Bereiche abgedunkelt.

weicheslichtebene

In dem Beispielbild habe ich jeweils Teilbereiche weiss und schwarz eingefärbt, um die Wirkungen aufzeigen zu können.

Sollte eine Ebene nicht den gewünschten Erfolg zeigen, dann kann man die Ebene kopieren und ein weiteres mal anwenden. Wird der Effekt zu stark, dann kann über die Deckkkraft der Ebene eine Milderung erreicht werden.

Auf diese Art und Weise können unterschiedliche Bereiche in einem Bild ganz individuell bearbeitet werden. Jeder einzelne Bereich kann mit einer eigenen Ebene aufgehellt, oder abgedunkelt werden. So kann jede Ebene mit unterschiedlicher Deckkraft versehen werden und der jeweilige Effekt erzeugt werden.

Eine sehr flexible und effektive Einsatzmöglichkeit des Ebenenstil „Weiches Licht“.

Noch ein kleiner Trick: nachdem die zu bearbeitende Bereiche auf der Ebene eingefärbt sind, immer den Filter „Gauscher Weichzeichner“ anwenden. Damit werden die Übergänge sanfter und fallen nicht auf.

Viel Erfolg und Spass beim ausprobieren wünscht

Gruss Jürgen

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PhotoShop: Farb- und Lichtanpassung

Häufig möchte man in einem Bild eine andere Stimmung erzeugen. Dies kann über Farb- und Lichtveränderungen bewirkt werden.

Hier möchte ich mal einen Weg in PhotoShop CS2 aufzeigen. Die Arbeitsschritte können aber auch mit jedem Bildbearbeitungsprogramm mit Ebenenfunktion nachgestellt werden.

In dem gezeigten Beispiel soll eine bedrohlichere Stimmung erzeugt werden. Die Verwendung der einzelnen Arbeitsschritte kann aber auch nur für Lichtstimmungen, oder Farbveränderungen eingesetzt werden. Man kann endlos mit den Ebenen arbeiten und die Wirkungen über die Ebenendeckkraft verändern. Hier müssen gegebenenfalls auch nochmal Korrekturen vorgenommen werden, wenn neue Ebenen hinzugekommen sind.

Ausprobieren und experimentieren ist hier angesagt. Die Grundlagen solcher Veränderungen versuche ich hiermit einmal aufzuzeigen.

In dem vorliegendem Beispiel beginne ich mit einer leichten Kontrasterhöhung. Hierzu erzeuge ich zuerst eine Ebenenkopie der Hintergrundebene (roter Rahmen) und wende diese über den Ebenenstil „Lineares Licht“ (grüner Rahmen) an. Mein Ziel war es, lediglich die Konturen der Dampfwolken und Türme etwas mehr heraus zu stellen. Dies sollte aber auch nicht zu sehr heraus stechen, weshalb ich die Deckkraft der Ebene auf 34% (grüner Rahmen) herab gesetzt habe.

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Nun geht es an die bedrohliche „Luftverschmutzung“. Hierzu habe ich eine neue Ebene mit dem Ebenenstil „Strahlendes Licht“ erzeugt. Diese wurde mit einem Linearverlauf von Hellbeige bis Beige (Ocker) von unten nach oben gefüllt. Im unteren Bereich; Wiese, Bäume, Büsche und Kühltürme habe ich die Füllung wieder ausradiert, da ich hier die natürliche Färbung beibehalten wollte. Über die Ebenendeckkraft von 71% habe ich dann noch den Effekt angepaßt.

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Die Deckkraft der Ebenen entscheidet maßgeblich über die Stärke der Effekte. Weiteren Einfluß auf die Anwendung haben aber auch die Farbverläufe. Im obigen Beispiel habe ich mich ja für die Füllmethode „Linearverlauf“ entschieden. Diese hat zur Folge, dass die Farbstärke von unten nach oben zunimmt. Hier muss man von Fall zu Fall ausprobieren, ob eventuell ein „Radialverlauf“, oder eine andere Verlaufsrichtung – also nicht von unten nach oben, sondern vielleicht seitlich oder diagonal – vorteilhafter wirkt.

Für mich ist die gewählte Methode OK, da ich weitere Farbeffekte lieber gezielt einsetzen möchte. Dazu sind zwar weitere Ebenen erforderlich, aber je detaillierter eine Bearbeitung ausgeführt wird, um so sauberer und natürlicher wirkt sie im Endeffekt.

Um die Wirkung noch zu verstärken habe ich somit eine weitere Ebene eingefügt. Diese muss allerdings unterhalb der Ebene mit dem „Strahlenden Licht“ liegen, da sonst der Effekt aufgehoben wird.

Dieser neuen Ebene habe ich den Ebenenstil „Farbton“ zugeordnet. Dieser sorgt für eine weiche Einfärbung mit der gewählten Farbe. Da ich nun gezielt den Wasserdampf einfärben wollte, habe ich diesen Bereich mit dem Zauberstab ausgewählt und so eine Markierung erzeugt. Diese Markierung wurde wieder mit Beige (Ocker) gefüllt und über die Deckkraft angepaßt.

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Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ich alle Farb- und Verlaufebenen mit dem Gauschen Weichzeichner bearbeite. Hier wähle ich meistens einen Radius zwischen 35 und 50 Pixel. Hier muss man ausprobieren, welche Stärke einen sauberen Übergang erzeugt, um harte Kanten zu vermeiden.

Soweit gefällt mir die Farbgebung schon ganz gut. Es fehlt nur noch etwas im Mittelbereich. Also hier auch noch einmal eine neue Ebene mit dem Ebenenstil „Farbton“ einfügen. Diesmal einfach mit dem Pinsel die gewünschten Bereiche mit der gewählten Farbe übermalen und wiederum mit der Deckkraft anpassen.

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Wie man sehen kann, weicht die Deckkraft der einzelnen Ebenen voneinander ab. Deshalb macht es Sinn für jeden Arbeitsgang eine neue Ebene einzusetzen. Damit hat man eben die Möglichkeit die Effekte ganz gezielt einzusetzen. Gegebenenfalls kann man dann auch immer noch im nachhinein die einzelnen Ebenen verändern und so sehr individuell arbeiten.

Farblich bin ich nun mit dem Ergebnis schon ganz zufrieden. Jetzt geht es an die Licht-effekte. Hierzu erzeuge ich eine Ebene mit dem Ebenenstil „Weiches Licht“ und färbe diese mit einem linearen Grauverlauf (Hellgrau bis Schwarz) von unten links nach oben rechts ein. Hierdurch wird die untere linke Ecke leicht aufgehellt und nach oben rechts hin immer dunkler. Die Stärke des Effekts wird auch hier wieder über die Deckkraft geregelt.

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Die Lichtstimmung geht nun schon in die richtige Richtung. Im Originalbild kommt das Licht von links und strahlt die Dampfwolke und die Wassertürme recht stark an. Um diesen Effekt noch zu verstärken erzeuge ich eine weitere Ebene mit dem Ebenenstil „Weiches Licht“ und wende diesmal einen Radialverlauf an. Wiederum mit dem Grauverlauf gefüllt ergibt sich jetzt eine kreisförmige Abdunklung ausgehend vom Verlaufsbeginn nach aussen. Als Verlaufsbeginn habe ich den sonnenbestrahlten Bereich zwischen Wasserturm und Dampfwolke links gewählt. Die Deckkraft sorgt auch hier wieder für den gewünschten Effekt.

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So entspricht die Bearbeitung schon meinen Vorstellungen. Was mich noch etwas stört, ist der recht dunkle Vordergrund. Deshalb setze ich auch hier nochmal eine Ebene mit „Weiches Licht“ ein. Der entsprechende Bereich wird jetzt einfach mit dem Pinsel und der Farbe Weiss übermalt. Mit der Deckkraft noch die Stärke regeln und das Bild ist fertig.

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Hier noch die Gegenüberstellung. Viel Spass beim ausprobieren.

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Gruss Jürgen

DIGITALKAMERA – Kaufentscheidung

Häufig wird der Wunsch nach der besten Kamera geäußert. Hierbei stellt sich allerdings die Frage, was ist denn eigentlich die beste, oder perfekte Kamera. Gibt es diese überhaupt? Die Frage kann eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden. Jeder muss sich an den eigenen Bedürfnissen und Kenntnissen orientieren. Diese Kriterien haben nur selten etwas mit den „Testsiegern“ aus den Testberichten der Druckmedien und Fotoforen zu tun. Jede Kamera hat ihre Vor- und Nachteile. Diese können keine Testverfahren unter Laborbedingungen für den einzelnen Anwender herausfinden. Da muss man sich schon aus den Datenblättern seine eigenen Kriterien zusammensuchen.

Die meisten der aktuellen Kameras bieten heute eine mehr als ausreichende Bildqualität für die allgemeinen Anwendungen. Klar, sollten Eigenschaften wie das Rauschverhalten der Kamera von Bedeutung sein. Qualitätsmerkmale wie diese sind aber nicht nur wichtig, auch so triviale Eigenschaften wie Größe und Gewicht sollten Beachtung finden. Was ist hier bei der jeweiligen Fotoausrüstung akzeptabel? Nicht nur die Bildqualität, die häufig erst bei größeren Abzügen ab 40x50cm sichtbar wird, auch die Haptik, also die Kompaktheit und Bedienbarkeit der Kamera sollte beachtet werden.

Ebenfalls sind Kriterien wie Brennweitenbereich, wobei nur der optische Zoom ausschlaggebend ist, schwenkbarer Monitor, Sucher, Outdoor-Fähigkeit und Energieversorgung nicht zu vergessen. Auch die Ausbaufähigkeit des gesamten Systems sollte bei der Wahl einer digitalen Kamera berücksichtigt werden.

Diese Kriterien führen eigentlich schon zu den jeweiligen Kameratypen. In der Digitalfotografie haben sich zur Zeit 5 Typklassen etabliert. Kompaktkameras, Edelkompakte, Bridgekameras, Systemkameras und DSLR´s. Erste Informationen zu den verschiedenen Kameratypen werden im folgenden noch vermittelt.

Die Bildqualität einer Digitalkamera ist vor allem von folgenden Punkten abhängig:

  • Objektiv
  • Kameraelektronik – Firmware (kamerainterne Software)
  • Sensortechnik CCD oder C-MOS

Häufig wird die Bildqualität einer digitalen Kamera an der Auflösung (Pixelanzahl) festgemacht. Dies resultiert aber nur aus einer irreführenden Werbestrategie der Hersteller. Wichtigere Aspekte sind z. B. Objektivqualität, Sensorgröße (nicht die Pixelzahl!), Rauschverhalten (vor allem wichtig bei schlechten Lichtverhältnissen) …

Ein Sensor kann nur das wiedergeben, was das Objektiv ihm bietet. Dies bedeutet, dass schlechte Objektiveigenschaften auch eine noch so hohe Sensorauflösung zu Nichte machen. Wie allgemein, gilt auch bei Kameras – die Bildqualität ist nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette. Diese Kriterien findet man allerdings nicht in den von den Herstellern zur Verfügung gestellten technischen Daten. Deshalb sind also weitere Informationen aus Tests und Erfahrungen anderer Nutzer nicht außer Acht zu lassen. Allerdings ist es schwierig, die zum Teil recht widersprüchlichen Aussagen zu filtern und auszuwerten. Nur selten nehmen die Autoren eine objektive Wertung vor. Eine umfangreiche Informationsbasis bietet somit die beste Voraussetzung, um seine Kamera zu finden. Hierbei wollen wir ein klein wenig behilflich sein.

Bei all den Tests und Aussagen sollte man aber das wichtigste in der Fotografie nie vergessen. Entscheidend ist die Bildaussage und nicht allein die technische Perfektion.

Hierzu ein Zitat von Gisèle Freund, einer deutsch-französischen Fotografin und Fotohistorikerin

Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“ (Gisèle Freund, 1912 – 2000).

In diesem Sinne – sollte man sich mehr auf die Fotografie und nicht auf die technischen Daten konzentrieren.

Kriterien, die man vor dem Kamerakauf beachten sollte:

Diese Kriterien sollten aber lediglich als „Erste Hilfe“ gesehen werden. Aufgrund der vielfältigen Ansprüche an eine Fotoausrüstung ist es nicht möglich eine weiter reichende Kaufberatung zu geben. Die Angaben sollten je nach den eigenen Bedürfnissen variiert und ergänzt werden.

1. Bin ich Einsteiger oder Umsteiger, wie sind meine fotografischen Kenntnisse?

a) Einsteiger ohne große Vorkenntnisse = Kompaktkamera
b) Einsteiger mit Vorkenntnissen und Ambitionen mehr aus dem Hobby zu machen = Edelkompakte oder Bridgekamera
c) Einsteiger in die Digitalfotografie, aber schon einige Jahre Analogkenntnisse und schon anspruchsvoll = Systemkamera oder DSLR
d) Umsteiger von Analogfotografie = entsprechend seiner Analogkamera
e) Umsteiger innerhalb der Digitalfotografie = entsprechend der Punkte a–c

2. Was sagen mir Blende, Verschlusszeit, Lichtstärke, Schärfentiefe oder Brennweite? Bin ich grundsätzlich bereit, mich durch umfassende Lektüre damit zu beschäftigen?

a) Kaum Kenntnis und ohne Absicht dazu Bücher zu lesen = Kompaktkamera
b) Geringe Kenntnisse/Grundkenntnisse mit dem Ziel intensiver in das Hobby einzusteigen = Edelkompakte oder Bridgekamera
c) Grundkenntnisse/Fortgeschrittene Kenntnisse mit dem Ziel zum anspruchsvolleren Hobbyfotografen = Systemkamera oder DSLR

3. Was will ich fotografieren? Sport, Tiere, Landschaft, Portrait, Architektur, Action-Life, Makro?

a) Landschaft, Architektur = Alle Kameratypen
b) Portrait, Haustiere = Edelkompakte, Systemkamera oder DSLR
c) Wildlife, Makro = Bridgekamera, Systemkamera oder DSLR
d) Sport, Action-Life = Systemkamera oder DSLR

4. Wie oft werde ich die Kamera nutzen und bin ich eher ein anspruchsvoller Hobbyfotograf oder soll es nur mal so ab und zu sein?

a) Feierlichkeiten, Standard-Urlaubsfotos = Kompaktkamera
b) Feierlichkeiten, Urlaubsfotos, testen ob einem das Hobby liegt = Edelkompakte oder Bridgekamera
c) Anspruchsvolle und engagierte Hobbyfotografie = Systemkamera oder DSLR

5. Was möchte ich mit den Fotos machen? Sollen sie nur mal am PC oder Fernseher angeschaut werden, oder sollen sie als Poster meine Wohnung zieren?

a) Die Kriterien sind mit denen unter Punkt 4 gleich zu setzen

6. Was möchte/kann ich dafür ausgeben? Besitze ich schon Teile, die ich weiterverwenden kann?

a) Bis 300 Euro = Kompaktkamera
b) Bis 600 Euro = Edelkompakte, Bridgekamera oder gebrauchtes Einsteiger-Kit DSLR
c) Bis 1000 Euro = Systemkamera, Einsteiger-Kit DSLR oder gebrauchte DSLR-Ausrüstung
d) Weit über 1000 Euro = Systemkamera oder DSLR mit guten Objektiven

Die Unterschiede zwischen Kompaktkamera, Edelkompakte, Bridgekamera, Systemkamera und DSLR:

Kompaktkameras

Gegenüber den Analogkameras fällt bei den Kompaktkameras vor allem die extreme Miniaturisierung auf, die durch die starke Verkleinerung des Aufzeichnungsformates (Formatfaktor etwa 6 gegenüber DSLR etwa 1,5 zu Kleinbild) ermöglicht wird. Der inzwischen nur noch selten verbaute optische Sucher wurde durch großformatige Displays zur Bildgestaltung ersetzt.

Die Gehäusegrössen haben sich mit den Abmessungen einer Zigarettenschachtel und sogar noch kleiner durchgesetzt, wobei das Objektiv im Ruhezustand vollständig in der Front verschwindet und automatisch verschlossen wird. Da die Kameras vor allem für Schnappschüsse gedacht sind und auch Einsteigern das Fotografieren leicht machen sollen, verfügen sie nicht nur über ein vollautomatisches Aufnahmeprogramm, sondern auch über eine jeweils unterschiedliche Zahl an Szenenprogrammen für verschiedene typische Aufnahmesituationen.

Kompaktkameras eignen sich nicht nur für Einsteiger, die noch nicht wissen, wie oft sie wirklich fotografieren, sondern sind auch als ständige Begleiter im Urlaub und Alltag geeignet, die deutlich weniger Platz beanspruchen als alle anderen Digitalkamera-Typen.

– Unterkategorie Edelkompakte

In den letzten Monaten ist für ambitioniertere Fotografen eine Bauform ähnlich den klassischen Kompaktkameras mit vorstehendem Objektiv und Griffwulst entstanden. Hier sind auch die Einstellmöglichkeiten denen von DSLRs ähnlich. Meist wird auch ein etwas grösserer Sensor verbaut. Auch die Anfangsöffnungen der verbauten Objektive kann man als sehr lichtstark bezeichnen. Wegen ihrer ausgezeichneten Abbildungsqualität werden diese Kameras auch als Edelkompakte bezeichnet.

Bridgekameras

In der Digitalfotografie hat sich eine Mischform zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera, die sogenannte Bridgekamera mit festem Objektiv und elektronischem Sucher, ähnlich dem optischen Sucher einer Spiegelreflexkamera etabliert. Diese Kameras sind üblicherweise mit Superzoom-Objektiven ausgestattet. Sie sind allerdings schon in Zoombereiche vorgedrungen, die sich selbst mit optischen Bildstabilisatoren nur schwer aus der Hand aufnehmen lassen. Auch die kleinste Bewegung der Hand kann dabei zu einem verwackelten Bild führen – ein Stativ kann hier also notwendig sein. Auch von den Einstellungen her ähneln sie sehr einer DSLR. Häufig ist auch die Zoomverstellung und manuelle Entfernungseinstellung der von DSLRs vergleichbar. Eine Bridge-Kamera ist im Prinzip eine komplette DSLR-Ausrüstung, nur mit der Einschränkung des kleineren Sensors, wie bei den Kompaktkameras. Sie lohnen sich vor allem für Fotografen, die den großen Brennweitenbereich nutzen wollen, aber den Griff zur Spiegelreflex- oder Systemkamera scheuen.

Spiegellose Systemkameras

Auf Basis des Micro-Four-Thirds-Standards der Hersteller Olympus und Panasonic wurden erstmals Kameras mit Wechselbajonett, aber ohne Schwingspiegel vorgestellt, die zugleich eine neue Gattung digitaler Systemkameras begründete. Es folgten weitere Hersteller, welche einen Sensor im APS-C-Format verwendeten. Damit ist die Systemkamera die kompakte Alternative zu einer DSLR. Die Gehäuse und Objektive sind durch die kompaktere Bauweise in etwa um die Hälfte leichter als eine DSLR-Ausrüstung. Ein nicht ganz uninteressanter Aspekt ist das geringe Auflagemaß, wodurch sich so gut wie alle Fremdobjektive adaptieren lassen. Insbesondere für Freunde von „Altglas“ ist dieser Umstand sehr interessant. Einen Sucher findet man bei den Systemkameras allerdings immer noch selten. Allerdings, wenn sie einen haben, ist damit eine direkte Beurteilung der Aufnahme vor dem auslösen möglich – ein weiterer Vorteil gegenüber einer DSLR. Die großen hochauflösenden Displays sind häufig klapp- und drehbar. Systemkameras sind für Fotografen eine gute Wahl, die eine Bildqualität wie bei DSLR erwarten, ebenfalls Wechselobjektive einsetzen wollen, aber denen Spiegelreflexkameras zu groß und schwer sind.

Digitale Spiegelreflexkameras

Diese Kameras werden im Englischen als digital single lens reflex, kurz DSLR, bezeichnet. Sie besitzen einen Spiegelkasten, worin über ein Prismensystem das aufzunehmende Bild durch das Objektiv an den Sucher weiter geleitet wird. Damit erhält man eine bis zu 100%ige Abbildung des aufzunehmenden Bildes. Der Spiegel wird während der Aufnahme hochgeklappt, wodurch das typische Auslösegeräusch einer Spiegelreflexkamera entsteht. Diese Kameras sind sehr ausbaufähig und werden auch im Profilager eingesetzt. Entsprechend gibt es zu solchen Kameras eine große Auswahl an Wechselobjektiven. Wobei es auch spezielle Varianten, wie Makroobjektive, Lupenobjektive, Fish-Eye-Objektive und Tilt-Shift-Objektive gibt. Bei den Zoomobjektiven fallen die Brennweitenbereiche allerdings wesentlich geringer aus, als bei denen der Kompakt- und Bridgekameras. Auch gibt es noch zahlreiches weiteres Zubehör. Als Sensorgrösse hat sich das APS-C-Format durchgesetzt, dass einen Formatfaktor von ca. 1,5x gegenüber Kleinbild aufweist. Bei einigen Herstellern gibt es aber auch das sogenannte Vollformat, welches mit der Filmgrösse eines analogen Kleinbildfilms identisch ist. Olympus setzt bei seinen DSLRs auf das kleinere Four-Thirds-System mit einem Formatfaktor von 2x gegenüber Kleinbild. Spiegelreflexkameras eignen sich für alle Nutzer, die sich intensiver mit der Fotografie beschäftigen und viele Bilder aufnehmen wollen. Die große Auswahl an Objektiven und Zubehör bietet die Möglichkeit, sich auf unterschiedliche Spielarten der Fotografie zu spezialisieren. Allerdings muss die Bereitschaft bestehen, eine vergleichsweise teure, große und schwere Kamera mit Zubehör mit sich herumzutragen.

Sollte sich noch Frage nach den voran gegangenen Punkten stellen, so ist hier nun Nachforschung im Internet angesagt. Auf Seiten, wie Digitalkamera.de findet man zu fast allen Kameras Datenblätter, welche Auskunft und Vergleichsmöglichkeiten bieten.

Sind bei den voran gegangenen Punkten noch weitere Fragen offen, dann zuerst einmal noch intensiver im Internet schlau machen.
(z.B. Suchmaschinen, Kamerahersteller, Test- und Preisplattformen usw.) Beispielbilder, Vergleiche und Erfahrungsberichte (Reviews) anschauen. Ohne diese Informationen macht ein Kamerakauf wenig Sinn!

Stehen dann evtl. mehrere Modelle zur Auswahl: In den Laden gehen, die Kameras in die Hand nehmen und schauen, wie kommt man mit der Größe, Gewicht und Bedienung klar?
Wenn einem die Kamera gut in der Hand liegt und sich gut anfühlt spricht eigentlich nichts mehr gegen einen Kauf.

Für den Objektivkauf gelten in entsprechender Anpassung die gleichen Fragen wie unter Punkt 3 bis 6
Ausschlaggebend ist das Anwendungsgebiet, die Lichtstärke, die Abbildungsleistung, Zoom oder Festbrennweite und vor allem die Preisvorstellung. Es gibt nicht wirklich schlechte Objektive, aber es gibt immer eine Standard- und eine Luxusvariante. Dazu sollte man sich immer die Frage nach dem Preis-/Leistungsverhältnis stellen und wie häufig man das ins Auge gefaßte Objektiv wohl nutzt.

Hat man dann 1-3 Kameras, oder Objektive ins Auge gefaßt, kann man in diesem Blog, oder in diversen herstellerbezogenen Foren noch Fragen stellen, auf die man sonst keine Antwort gefunden hat (Besonderheiten, Eigenarten, Einstellungen).

Gruss Jürgen

Alles geregelt? Na dann kannst Du ja fotografieren!

Es gibt die ein oder andere Regel in der Fotografie. Da hört man immer wieder vom „Goldenen Schnitt“, von der „Drittelregel“, vom „Magischen Dreieck“ und so weiter und so weiter.
Was aber hat es damit auf sich? Fotografieren ist doch das gestalten mit Licht. Eine Kunst ähnlich wie die Malerei und die Bildhauerei. Läßt sich Kunst regeln? In gewisser Weise schon.
Sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei werden bestimmte Regeln immer wieder beachtet, um ein ansprechendes Ergebnis zu erhalten. So auch in der Fotografie. Je mehr Regeln man beachtet, um so mehr wird das Ergebnis die Massen ansprechen. Wer mit Regeln bricht wird entweder nicht beachtet, oder wird ein grosses Genie. Alle grossen Genies der Malerei und Bildhauerei, aber auch der Fotografie haben in irgend einer Art und Weise die Regeln missachtet. Sie haben ihren eigenen Stil gefunden und damit aus der Masse heraus gehoben. Dazu gehört Mut und Ausdauer – alles Neue braucht seine Zeit um akzeptiert zu werden.
Unser ganzes Leben ist mehr oder weniger geregelt. Ohne Regeln würde es wahrscheinlich ein gewaltiges Chaos geben. Wir sind es also gewohnt Regeln zu befolgen. Somit ist alles was regelkonform ist – gut! Wirklich alles?
Schaut man sich auf diversen Bilderseiten im Internet um, so wird es schnell langweilig. Immer und immer wieder die fast selben Bilder. Sehenswürdigkeiten werden immer wieder gleich abgelichtet – sie sind beliebig austauschbar. Landschaften haben immer eine ausladende Weite. Blumen sind von oben mittig auf die Blüte abgebildet. Kinder, oder generell Personen sind in voller Grösse, ohne Anschnitt oder zumindest als Portrait schön mittig platziert worden. Es sind andere Gesichter, andere Blumen, andere Landschaften, aber doch immer wieder gleich. So sind die Regeln!
Dabei hat doch sicher jeder schon mal eine Regel gebrochen – warum also nicht beim fotografieren. Man muss ja nicht gleich alles was man gelernt oder gehört hat über Bord werfen. Doch die ein oder andere Lockerung bzw. Missachtung kann durchaus die Spannung eines Bildes erhöhen.
Klar ist und bleibt – auf einem Bild sollte man etwas erkennen können. Also sollte ein gewisser Anteil an Licht und auch Schärfe schon vorhanden sein. Der Rest ist doch eigentlich freie Auslegungssache. Die Bildgestaltung ist ja gerade die Kunst – das malen mit Licht – was die Fotografie ausmacht. Ob man dann…
  • Hoch- oder Querformat
  • den goldenen Schnitt
  • eine bestimmte Linienführung oder Diagonalen
  • besondere Perspektiven
  • eine Freistellung
  • Bildtiefe
  • Symmetrie
  • oder Farbgestaltung
anwendet bleibt jedem selbst überlassen. Damit soll und kann er/sie sich aus der Masse herausstellen. So findet man seinen eigenen Stil zu fotografieren. Muss sich aber durchaus im Klaren darüber sein, dass dieser Stil nicht jedem gefallen wird.
Wie schon geschrieben wird der grossen Masse das Bild gefallen, welches die meisten Regeln befolgt. Doch wird hier auch die Masse flüchtig darüber hinweg schauen und es eigentlich gar nicht richtig wahrnehmen. Hat man ja schon alles millionenfach gesehen.
Wird aber eine oder gar mehrere der Regeln gebrochen, so wird das Bild häufig viel interessanter und die Betrachter bleiben länger daran haften. Damit wäre dann das Ziel erreicht. Die Betrachter interessieren sich für dieses Bild, weil es aus der Masse heraus sticht.
Regeln sind somit Anhaltspunkte, die durchaus ihre Berechtigung haben. Doch muss man sich nicht akribisch danach richten. Und vor allem ist es kein Fehler sich bewust gegen eine oder mehrere Regeln zu entscheiden, es sollte nur zu einem spannenden Bild führen.
Dann sind Aussagen wie: „das liegt aber nicht im goldenen Schnitt“, oder „der Blick hat nicht genügend Raum“, oder „da liegt die Schärfe aber nicht auf…“ eigentlich gar nicht mehr der Punkt, sondern der Anreiz sich mit dem Bild auseinander zu setzen.

So sollte Fotografie sein!

Wer mag sollte mal folgendes ausprobieren:

  • bewust das Hauptmotiv woanders platzieren als im golden Schnitt oder gar in der Mitte.
  • vorhandene Linien oder Diagonalen zur Bildgestaltung nutzen.
  • mit Licht und Schatten spielen. Extreme Schattenkanten, Spitzlicher, Gegenlicht, Hell-Dunkel-Bereiche in die Bildgestaltung integrieren.
  • mit aussergewöhnlichen Perspektiven arbeiten. Ein Blickwinkel der nicht der gewohnten Sichtweise entspricht ist meistens sehr reizvoll.
  • ein Motiv mal so richtig freistellen, alles darum herum in die Unschärfe bringen. Also mal mit dem Weitwinkel oder mit dem Tele bis zur Nahgrenze heran gehen.
  • bewust einmal auf Farben achten. Farben im Gegensatz oder in Harmonie ins Bild einbauen.
  • auch einmal von den Standardformaten abweichen. Nicht nur hoch oder quer, auch mal lang, dick oder quadratisch zuschneiden und gestalten.
  • Mache von einem Motiv mehrere Bilder. Ändere mal den Bildausschnitt, die Perspektive, die Distanz zum Motiv, die Brennweite, die Blende, die Verschlusszeit.
    Begutachte die Bilder zuhause am PC und sortiere aus, was nicht passt. Überlege Dir, warum diese Bilder nicht passen. Die Exif-Daten der Bilder offenbaren auf Wunsch alle wichtigen Kameraeinstellungen und verwendete Brennweiten.
  • Gehe nur mit einer Festbrennweite auf Motivsuche. Der Bildwinkel bleibt immer gleich. So musst Du dich besonders intensiv mit dem Bildausschnitt, der Distanz zum Motiv und der Perspektive auseinandersetzen.

Wenn man sich mal so etwas intensiver mit dem Bildaufbau beschäftigt findet man vielleicht seinen ganz persönlichen Stil und kann andere davon überzeugen ein Genie zu sein.

Gruss Jürgen

 

#paleica Projekt: 12 magische Mottos

Im nächsten Jahr werden wir an dem Projekt von paleica teilnehmen.

Die vergangenen Projekte von ihr waren sehr interessant und so haben wir uns dazu entschlossen mitzumachen.

12 magische Mottos

Logos

Allein der Titel verspricht schon spannendes. Erst immer kurzfristig die Themen genannt zu bekommen ist auch schon mal eine Herausforderung. Wir sind gespannt auf das, was da kommen wird.

Da sich dieser Blog mittlerweile sehr schwer tut in Bezug auf Anzeige und Speicherung, werden wir mit unseren Einzelblogs teilnehmen:

Isi`s Foto-Portal  und

Jürgen`s Foto Galerie

Schaut doch einfach mal öfters vorbei – Danke ❤

LbG Isi und Jürgen